Sieh an, Frank Millers frühe Version von 300 kannte ich noch gar nicht!
via: Nerdcore
Sieh an, Frank Millers frühe Version von 300 kannte ich noch gar nicht!
via: Nerdcore
Tja, da das ursprüngliche Plakat für Kevin Smiths Zack and Miri Make a Porno als zu anstößig angesehen wurde, betätigte sich der Regisseur auch noch anderwertig künstlerisch und das herausgekommene anspruchsvolle Portrait von Hauptdarstellerin und Hauptdarsteller ziert nun das neue Poster:

Nennt man dann wohl „aus der Not eine Tugend machen”! Und auch das kann man in dem Fall mehrfach auslegen!
via: boingboing
Und zwar auf what the movie?. Gar nicht so einfach das Quiz, denn manchmal sieht man wirklich nicht viel auf den Bildern, die von registrierten Filmfreaks online gestellt wurden.
Ich präsentier Euch mal ein paar, die ich erraten habe – mal sehen ob Ihr es mir gleichtut! ![]()
Hier zum warm werden was Leichteres:


Na, gewusst? Wie siehts dann damit aus?


Hierbei hab ich mich etwas geschämt, das Machwerk gleich erkannt und sogar den Titel noch gewusst zu haben:

Und zum krönenden Abschluss, eins für meinen hochgeschätzten Mitschreiberling:

Die Hasen der Grafikerin Jennifer Shiman (alias Angry Alien Productions) sind innerhalb kurzer Zeit zu Weltstars geworden. Kein Wunder, immerhin haben sie bis dato schon in knapp 50 Remakes von Klassikern und Blockbustern mitgespielt (auch wenn nur für jeweils 30 Sekunden) und wurden 2008 dafür mit dem Webby Award ausgezeichnet. Ideal zum Nachholen verpasster Filme, damit man mitreden kann.
Scheinbar habe ich nicht viel Glück bei Sneak Previews. Oder diejenigen, die mich zur Sneak mitnehmen, haben nicht viel Glück mit mir, aber das wollen wir nun nicht vertiefen, sonst geht niemand mehr mit mir ins Kino!
Diesmal gab man also Fireflies in the Garden (deutscher Titel: Zurück im Sommer), der sich an einem düsteren Familiendrama versucht. Aber leider seine durchwegs positiv auffallende Cast mit schalem Nachgeschmack und purer Langweile hinterlässt.
Gegeben wird die Lebens- und Leidensgeschichte von Michael Waechtler (Ryan Reynolds): Als erfolgreicher Autor kehrt er nach langer Zeit in seine Heimatstadt zurück. Doch genau in diesem Moment kommt seine Mutter Lisa (Julia Roberts) bei einem Autounfall ums Leben und alte Konflikte mit seinem despotischen Vater Charles (Willem Dafoe) brechen erneut auf.
Viel zu viel jedoch wird hier nicht ausgesprochen – nicht innerhalb der Familie und auch nicht laut Drehbuch. Oder war da etwa eigentlich mehr im Script, womit irgendein Testpublikum nicht fertig wurde und schwupps wurde ein Pseudo-Happy-End drangeschummelt? Die Version, welche während der Berlinale präsentiert wurde, zählte noch 120 Minuten im Gegensatz zu der 99-minütigen Kino-Fassung. Schade, denn wenn man sich schon durch die noch vorhandenen Minuten durchgequält hat, würde man doch gerne zu einigen Andeutungen die Aufklärung bekommen. Zudem ist die plötzliche Wandlung mancher Figuren so unerklärlich und aus der Luft gegriffen, dass dies eher auf Produzentenhand und nicht Autorenhirn schließen lässt.
Die Frage ist jedoch, wäre es die andere Fassung wert gewesen, hätte sie dem Film gutgetan oder hätte es das Leiden der KinobesucherInnen nur unnötig verlängert?
Wer sich prinzipiell für ähnliche Thematiken interessiert, dem sei Thomas Vinterbergs Das Fest ans Herz gelegt. Man wünscht sich nur einen Hauch der Bissigkeit und Präzision des dänischen Dogma-Meisterwerks auch in Fireflies in the Garden entdeckt zu haben. Vergeblich.
99 Minuten einer Familie zuzusehen, die es nicht und nicht schafft, ihre wirklich zahlreichen Probleme direkt anzusprechen, sondern immer nur um den heißen Brei herumredet, ist wahrlich eine Qual. Schön ist aber, dass all diese Differenzen wie von Geisterhand in jeweils fünf Minuten aufgelöst werden. Insofern wäre Fireflies in the Garden wohl eher in das Fantasy-Genre einzustufen.
Bei diesem Film müssen wirklich essenzielle Handlungsstränge dem Schnitt zum Opfer gefallen sein, denn so erscheinen einige Szenen, Charakterwandlungen und vor allem das Ende ziemlich aus der Luft gegriffen. Ich bin immer ein Freund von Filmen, die nicht alles für die dümmsten aller Zuschauer bis ins Detail erklären, aber wenn ausschließlich halbe Informationen geliefert werden, so dass man sich eigentlich kein Bild von der tatsächlichen Situation machen kann, wird das recht schnell ziemlich fad. Oder bin gar ich der dümmste aller Zuschauer? Zumindest einer der gelangweiltesten.
Der Film wird abwechselnd in zwei verschiedenen Zeitabschnitten erzählt, einmal zeigt er Michael als Kind und dann als Erwachsener, also müssen hier fast 20 Jahre dazwischen liegen. Sehr merkwürdig fand ich jedoch, dass in dieser Zeit der Charakter von Hayden Panettiere zu einer Emily Watson altert, während die Zeit an Julia Roberts und Willem Dafoe nahezu spurlos vorübergegangen ist.
Aus meiner Sicht war dieser Film eindeutig ein „Würg!”-Kandidat und wurde vor dieser Wertung einzig und allein von dem mir sehr sympathischen Ryan Reynolds gerettet.
Meine Antipathie für Wanted steigerte sich eigentlich mit jeder Minute, die ich unruhig im Kinosessel hin- und herruckelte. Zwar bietet der Film optisch einiges – und ich spreche jetzt nicht von Angelina Jolies blanker Rückansicht oder James McAvoys Versuch eines durchtrainierten Körpers. Aber in meinem Magen drehte sich bei der Grundaussage des Machwerks einfach alles um: Manchmal muss man eben morden, um die Stabilität in der Welt zu erhalten – nach dem Motto: „Kill one, save thousands”.
Kurz zum Inhalt: Wesley Gibson (McAvoy), ein vielpropagierter Niemand, wird von Fox (Jolie) in eine seltsame Bruderschaft von Auftragskillern eingeführt, zu der auch sein Vater gehörte, um genau diesen zu rächen.
Dabei ist er unglaublich leichtgläubig und hinterfragt nie deren Motive. Theoretisch könnte das irgendwer sein, der ihm da eine Waffe in die Hand drückt und befiehlt auf einen ihm unbekannten Menschen zu schießen. Auch die Art und Weise seines Trainings, welches an Brutalität und Sinnlosigkeit ihresgleichen sucht, wird mehr oder weniger hingenommen und schließlich sogar zelebriert.
Die Möglichkeit einer freien Wahl wird ausgeschlossen und durch pseudopsychologische Erklärungsversuche ersetzt. Es gilt bedingungslose und absolute Aufopferung – nur das Wofür wird nie wirklich dargelegt.
Wenn mir ein Film gefallen soll, ist ein wichtiger Faktor die Sympathie zu oder zumindest eine annähernde Identifikation mit mindestens einem Charakter darin. Da hatte Wanted aus meiner Sicht nicht allzuviel zu bieten.
Da wäre zum Beispiel Wesley, der unterwürfige, gutgläubige Otto Normalloser, der plötzlich den Sinn des Lebens durch die Pistole in der Hand entdeckt, die ihn endlich zu etwas Besonderen macht. Oder eher Sloan, gespielt vom sonst so sympathischen Morgan Freeman, der als Anführer der geheimen Mördersekte hauptsächlich pseudobedeutungsschwangere, heiße Luft von sich gibt? Zuletzt wäre da noch Fox, deren Mundwinkel nur dann nach oben zeigen, wenn jemand das Zeitliche segnet oder zumindest kurz davor ist. Hmmm, nein, nichts für mich dabei, vielleicht war ich aber auch nur von Angelina Jolies viel zu dürren Oberärmchen abgelenkt.
Aber lassen wir mal das eher schwache Skript beiseite, ein guter und unterhaltsamer Actionfilm braucht ja kein oscarreifes Drehbuch, wie es zum Beispiel Live Free or Die Hard bewiesen hat. An innovativen Actionsequenzen (und auch Todesarten) mangelt es in Wanted ja auch nicht.
Irgendwie komme ich einfach mit der Regie von Timur Bekmambetov nicht ganz zurecht, ohne jetzt konkret beschreiben zu können, woran das liegt. Bei Ночной дозор (Nightwatch: Nochnoy dozor) ging es mir ähnlich, auch wenn mir der um einiges besser gefallen hat, als dieser Ausflug nach Hollywood.

Wer schon immer wissen wollte, wie wahnsinnig es hinter den Kulissen bei der Produktion einer TV-Show zugeht, der sollte sich 30 Rock zu Gemüte führen. Und auch wenn es sich dabei um eine Comedyserie handelt, die alles übertrieben darstellt, so bin ich überzeugt, dass die Realität diesem Portrait doch sehr nahe kommt.
Der Titel der Serie wurde übrigens von der Adresse von NBC Universal in New York City, nämlich 30 Rockefeller Plaza, abgeleitet, wo auch der größte Teil der Handlung stattfindet.
Erdacht hat sich das ganze Tina Fey, bekannt aus Saturday Night Live, die sich damit einen Haufen Arbeit aufgehalst hat, denn sie schreibt nicht nur für die Serie, sondern produziert sie auch und spielt ganz nebenbei die Hauptrolle. Als Liz Lemon glaubt sie auch die Zügel bei der Produktion der fiktiven TV-Show fest in der Hand zu haben und wir dürfen ihr dabei zusehen, wie sie diversen Hindernissen mehr oder weniger (meist aber weniger) geschickt versucht auszuweichen.
Hält sich die Serie in den ersten paar Episoden noch etwas zurück, nimmt sie kurz darauf Fahrt auf und zeigt auch mehr Biss. Einige Folgen strotzen nur so vor Wortwitz, Situationskomik und Seitenhieben. Besonders hervorzuheben ist auch Alec Baldwin, der ja in letzter Zeit eher durch sein Privatleben als durch gute Filme auffiel. In 30 Rock verkörpert er auf grandiose Weise Liz Lemons – sagen wir mal einzigartigen – Chef; aus meiner Sicht eine Traumbesetzung!
Nur Gutes liest man über 30 Rock. Dann noch ein Golden Globe da, ein Emmy hier, die Lust, die Serie zu sehen wächst und die Vorfreude ebenso. Endlich die erste Folge: Ganz herzig, tja, eh lieb. Gut, es ist nichts anderes zu „essen” im Haus, als wird lustlos an 2 weiteren Episoden gekaut. Ich hätte mir Alec Baldwin als plötzlich vor die Nase gepfropften neuen Vorgesetzten von Liz Lemon (Tina Fey) bösartiger vorgestellt, der Eddie Murphy-Verschnitt (Tracy Morgan) als neuer Star der fiktiven Produktion nervt eher und auch ansonsten will Tina Feys Aufarbeitung ihrer Saturday Night Live-Zeiten nicht wirklich zünden.
Aber dann auf einmal wird man warm mit den Charakteren (vor allem mit Jack McBrayer als enthusiastischstem Fernseh-Fan aller Zeiten) und es folgt eine scharfzüngigere Geschichte über Product Placement. Und schon haben sie mich. Und schon werden wieder drei bis vier Folgen am Stück gesehen. Ja, 30 Rock ist lustig. Und die diversen Gaststars sind es auch allemal wert.
Bei einigen Filmen sind die Vorspänne größere Kunstwerke als die Geschichte an sich. Bei manchen Machwerken sind sie auch manchmal das einzig Gute – wie für mich persönlich bei dem Film Crash von David Cronenberg (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Oeuvre von Paul Haggis). Traumhafte Titles gefolgt von einem der wenigen Filme, wo ich überlegt habe, den Kinosaal zu verlassen.
Art of the Title hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen kleinen Meisterwerken der Einleitung ein entsprechendes Forum zu bieten und diese getrennt vom Film zu präsentieren. Hier ein paar meiner Favoriten:
Lemony Snicket´s A Series Of Unfortunate Events (2004):
Napoleon Dynamite (2004):
Panic Room (2002):
The Shining (1980):
Stranger Than Fiction (2006):
Wem die eine Website diesbezüglich noch nicht reicht: Forget the Film, Watch the Titles betreibt ähnliches.
Ist Euch auch irgendein Vorspann besonders im Gedächtnis geblieben?