Robert Downey Jr. hatte sich die Kostümprobe für Iron Man 2 wohl anders vorgestellt.
via: FrostFireZoo

Robert Downey Jr. hatte sich die Kostümprobe für Iron Man 2 wohl anders vorgestellt.
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Ben Stiller hatte ich in letzter Zeit mit eher mittelmäßigen Filmen in Zusammenhang gebracht, seine Stimmleihgabe an Madagascars Alex mal ausgenommen. Im Nachhinein betrachtet wundert mich das nicht mehr, denn wer bei einem größeren Filmprojekt wie Tropic Thunder produziert, Regie führt, eine Hauptrolle spielt und das ganze Ding auch noch (mit)schreibt, der kann sich nebenbei einfach nur halbherzig auf andere Unterfangen einlassen. Und in diesem Falle hat sich das durchaus ausgezahlt.
Worum geht’s? Eine Gruppe von Schauspielern, die gerade den teuersten Vietnam-Kriegsfilm aller Zeiten dreht und sich damit nicht gerade leicht tut, wird zum besseren Verständnis von Kriegssituationen mitten im Dschungel ausgesetzt. Und zwar unabsichtlich ausgerechnet in ein Anbaugebiet einer Drogenbande (Stichwort Goldenes Dreieck). Während dadurch für diese Schauspieler aus Spaß schnell Ernst wird, fängt der Spaß hier für den Zuseher erst so richtig an.
In den 107, übrigens „R”-rated, Minuten werden aber nur vordergründig sämtliche Kriegsfilme durch den Kakao gezogen, tatsächlich vorgeführt wird gleich die gesamte Filmbranche mitsamt ihren Studiobossen, Klischees, ihrer Gier und ihrem Umgang mit Menschen und deren Leid(en).
Herr Stiller hat sich dafür auch nicht gerade wenig Verstärkung geholt. Von den Cameos, derer es nicht gerade wenig gibt, mal abgesehen, wäre da zum Beispiel Jack Black, der als drogensüchtiger Comedian auf Zwangsentzug wieder einmal vollen Körpereinsatz zeigt. Des Weiteren beweist ein wunderbarer Robert Downey Jr. erneut, dass er nicht nur ein genialer Schaupieler, sondern auch ein hervorragender Komödiant ist. Als Kirk Lazarus, australischer Über-Mime, der sich für die Rolle im Vietnamfilm extra die Haut dunkel färben lies, fällt er nie aus der Rolle und klopft einen klischeebeladenen Spruch nach dem anderen. Ein Fest für Augen und Ohren.
Für mich hätte es an manchen Stellen ruhig etwas bissiger sein können, aber ich hatte sehr viel Spaß im Kino, deswegen gibt es von meiner Seite mit ruhigem Gewissen ein „Sehr gut”.
Ja, was wird sie denn hier schreiben?
Ja, eine gute Frage, mein lieber OmU-Partner: Was hast Du mir denn überhaupt gelassen, was Du noch nicht angeführt hast? Der Panda sah unecht aus, so, das wars!
Na gut, was kann ich noch zu diesem Ben Stiller-Oeuvre sagen, der mich wirklich mehrmals lauthals zum Lachen brachte. Das mir einmal ordentlich das Lachen im Hals steckenblieb, ob der Härte, die eine ganz gewisse Szene beinhaltet. Mit dem durchaus überraschenden Abgang des Regisseurs habe ich in dieser Weise absolut nicht gerechnet.
Und natürlich wäre der Film nichts ohne seine grandiose Cast – allen voran Ben Stillers Ärmel. Robert Downey Jr. ist gewohnt gut und in exzellenter Spiellaune. Die merkt man aber allen Teilnehmenden an und deren Spaß überträgt sich dann auch auf das gesamte Kinopublikum. Dass Tom Cruise sich ebenso beteiligt hat, dürfte ja mittlerweile nun wirklich kein Geheimnis mehr sein. Und man kann nur sagen: In den letzten Jahren wohl sein einzig guter Karriereschritt.
Ach ja, noch ein Tipp: Plaudert nicht zu lange während der Werbung. Ihr könntet etwas verpassen. Nämlich den furiosen Einstieg mit einem – Achtung Spoiler! – entzückend lipglossigen Tobey Maguire.
Hier habe ich einen genialen Zusammenschnitt der letzten Batmanfilme für Euch:
J.J. Abrams „gefährliches” Unterfangen, Star Trek rebooten zu wollen, nimmt offenbar langsam Gestalt an. Um die Macht der Masse im Internet schön wirken zu lassen, hat Paramount gestern eine Handvoll Bilder auf ausgewählten Websites veröffentlicht. Da dürfen wir natürlich auch nicht fehlen und die frohe Kunde verbreiten.
Links zu den anderen Bildern gibt es bei MTV.
Ich persönlich freue mich ja schon sehr auf den Film, obwohl ich einen Captain Picard mehr schätzte, als einen Captain Kirk.
Der Einfluss von brutalen Kinofilmen auf unschuldige Kinder: Besser als bei Son of Rambow könnte man dies nicht darstellen.
Angesiedelt in den frühen 80ern, erzählt der Film die Geschichte von Will (Bill Milner) und Lee (Will Poulter), zwei Elfjährige, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Lee, der Schulrebell aus reichem Hause, in dem aber außer ihm keiner ist. Will hingegen, ist schüchtern und hat zu Hause mehr Leute als ihm lieb sind, da die Familie einer erzkonservativen Glaubensbewegung angehört, die sich im Übermaß in deren Leben einmischt.
Film, Fernsehen, Musik, das alles ist Will verboten, aber per Zufall sieht er bei Lee zum ersten Mal einen Film: First Blood – Rambos erstes Abenteuer auf der großen Leinwand. Und diese Erfahrung lässt die ohnehin rege Fantasie des Jungen explodieren. Gemeinsam beginnt das ungleiche Paar diese festzuhalten und sie drehen ihren eigenen Action-Film: Son of Rambow.
Der Independent Hit auf dem letztjährigen Sundance Festival qualifiziert sich als klassisches Feel Good-Movie, eine Komödie mit dem Herz am richtigen Fleck.
Man nehme eine Handvoll junge Außenseiter, füge die Idee einen Rambo-Film zu drehen hinzu und lasse es sich für circa eineinhalb Stunden verselbständigen. Das Ergebnis: Ein herziger, wenn auch ein bisschen naiver Film über Fantasie, Freundschaft und Familie, dem es nicht an guten Ideen mangelt. Die Protagonisten beeindrucken durch ihr schauspielerisches Können und die scheinbare Leichtigkeit, mit der sie ihre nicht sehr einfachen Rollen gemeistert haben.
Son of Rambow macht durchwegs Spaß, vor allem wenn man der ungebremsten Kreativität der Kinder zusieht, wie sie ihre Ideen, allen Widrigkeiten zum Trotz, umsetzen. Und das Ergebnis ist definitiv das bis jetzt beste Sequel des Rambo-Franchise.
Nicht nur Roboter können sich scheins verlieben, nein auch Menschen können sich in Roboter verlieben. Und das sogar mittlerweile hordenweise. Aber wie könnte man WALL•E auch widerstehen? Glaubt mir, Ihr habt keine Chance.
Denn WALL•E, der Film, ist nicht nur entzückend, absolut herzerwärmend und liebenswert, sondern auch intelligent, zynisch und kritisch. Jedoch verbindet er dies überaus charmant und auf höchstem, technischem Niveau.
Die Menschen kommen auf jeden Fall nicht wirklich gut weg in Pixars neuestem Meisterwerk. Denn sie haben die Erde schließlich doch erfolgreich zerstört, sind ins All geflüchtet und haben eine riesige Müllhalde hinterlassen, die nun von abertausenden WALL•Es (Waste Allocation Load Lifter – Earth-Class) wieder aufgeräumt werden soll. Nach 700 Jahren jedoch sind auch diese eingegangen und nur ein kleiner Roboter trotzt noch den Unwidrigkeiten unseres futuristischen Planeten und werkt eifrig weiter.
Durch eine Suchaktion gelangt dieser letzte WALL•E, unser Held, dann eines Tages auf die entfernte Raumstation der Menschen, die nun völlig degeneriert sind und nicht einmal mehr selbstständig laufen können. Doch die Menschen sind dem kleinen Roboter egal, er hat sich hemmungslos in EVE (Extraterrestrial Vegetation Evaluator ), einen glänzend schönen Suchroboter, verliebt. Und diese große Liebe bringt sehr bald alles in Bewegung.
Ach ja, und natürlich gibt es auch erneut einen furiosen Vorfilm: Presto. Schön, dass sich Pixar dieser Tradition wieder besonnen hat.
WALL•E ist definitiv der liebenswürdigste Roboter nach R2-D2 (wer diesen Link jetzt tatsächlich gebraucht hat, sollte sich schämen!!
) auch wenn er optisch vielmehr an Number 5 aus Short Circuit erinnert.
Mich hat dieser Film wieder wie ein kleines Kind staunen lassen, obwohl die Hintergrundgeschichte, Stichwort zerstörte Erde, eigentlich mehr als bitter ist. WALL•E bleibt aber von dieser Trostlosigkeit ziemlich unbeeindruckt, hat er doch nur Augen für EVE und löst trotzdem, oder deswegen, komplett unschuldig quasi im Vorbeifahren bei vielen Menschen und Maschinen etwas Positives aus.
Beeindruckend fand ich, wie viel Emotion fast hauptsächlich durch mechanische Körpersprache transportiert werden kann. Nachdem beinahe alle Roboter in diesem Film nur mit sehr unterentwickelten Sprachorganen bestückt wurden, liest man ihren Gemütszustand überwiegend an ihren Körperhaltungen ab, die von den Animatoren mit sehr, sehr viel Liebe zum Detail realisiert wurden. Samy Molcho hätte wohl seine wahre Freude daran. EVE kommuniziert zum Beispiel fast ausschließlich mit Ihren Augen und lässt dabei keine Fragen offen, was ihr gerade durch den auf Hochglanz polierten Kopf geht.
Auch die Regiearbeit wirkt frischer und moderner als bei anderen Animationsfilmen. Nette Kamerafahrten, mehr Spielereien mit Tiefenschärfe, alles wirkt realistischer, obwohl dieser Anspruch optisch gar nicht gestellt wird. Jedenfalls fühlt man sich als Zuseher der Geschichte dadurch sehr viel näher. Und das nicht nur, weil für Apple-Nutzer einige nette Szenen dabei sind.
Spannend ist übrigens auch der Abspann, der die Geschichte anhand verschiedener Zeichenstile weitererzählt und zum Schluss sozusagen im Schnelldurchlauf die ganze Story im Pixeldesign der Computerspiele der frühen 1990er noch einmal durchspielt. Mein Prädikat: Von der ersten bis zur letzten Sekunde sehenswert!

Wikipedia weiß: Karamell oder schweizerisch Caramel ist durch starkes, trockenes Erhitzen geschmolzener Zucker. Je nach Temperatur verfärbt er sich dabei von goldgelb bis tiefbraun und entwickelt ein typisches, mehr oder weniger herbes Röstaroma.
Was Wikipedia nicht weiß, was aber gang und gäbe ist in vielen arabischen Ländern, ist dass der geschmolzene Zucker, ähnlich dem Wachs zum Enthaaren verwendet werden kann. Wie zum Beispiel im Schönheitssalon Si Belle, dem Dreh-und Angelpunkt im libanesischen Film Caramel. Hier arbeiten die Schönheiten Layale, Nisrine sowie Rima, Jamale ist Dauergast und Rose, die alternde Schneiderin von gegenüber, vervollständigt das sympathische Frauenquintett.
Regisseurin und Hauptdarstellerin Nadine Labaki zeigt uns ein Beirut abseits des Bürgerkriegs. Bunt und farbenfroh wirkt der Alltag der verschiedenen Frauen und dennoch merkt man bald, wie hin und hergerissen zwischen dem traditionellem Wertesystem und einem modernen, westlichen Leben alle eigentlich sind. Zwar wirken die Protagonistinnen auf den ersten Blick frei und unabhängig, doch immer wieder kristallisiert sich heraus, dass sie in vielen Situationen den Erwartungen anderer entsprechen müssen.
Zum Beispiel Nisrine: Ihr Verlobter lernte sie kennen als offene und lebenslustige Frau, für seine Familie jedoch und als baldige Ehefrau hat sie sich zu verstecken. So klärt sich sehr bald die Doppeldeutigkeit des Filmtitels: Denn in diesem Zusammenhang kann Caramel süß aber auch schmerzhaft sein.
Solange dieser Film noch in unseren Kinos gezeigt wird: Geht hin, seht ihn Euch an! Er bietet ganz wunderbare, ausgelassene, rührende und sinnliche Episoden rund um Liebe, Verantwortung, Verlust und vor allem Freundschaft. Abgesehen davon auch eine der schönsten und faszinierendsten Frauen, die ich seit langem auf einer Leinwand bewundern durfte.
In seiner Heimat brach der Film alle Rekorde, wurde ins Rennen geworfen als Kandidat für den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film, war Publikumsliebling in Cannes 2007 und gewann im gleichen Jahr außerdem den Publikumspreis auf dem Filmfestival in San Sebastian.

Man kennt Mike Leigh, neben Ken Loach, als wohl bekanntesten Vertreter eines sozial engagierten sowie kritischen, britischen Kinos. Und so war ich doch einigermaßen erstaunt, als ich zum ersten Mal von seinem letzten Projekt (Regie und Drehbuch) las. Denn Happy-Go-Lucky ist ein absolutes Bekenntnis zu manchmal gar schamlosen Optimismus.
Der Film rankt in einer eher losen narrativen Struktur um die Erlebnisse des Energiebündels Poppy (Sally Hawkins), die mit kindlichem Enthusiasmus und unzerstörbarer guter Laune durch ihr buntes Leben tanzt.
Zuweilen löst jene unbeschwerte Art in ihrer Umwelt allerdings auch Befremden und Erstaunen aus. So wird ihr Verhalten mal als naiv oder gar als völlig verrückt abgestempelt. Und man ertappt sich dabei, ganz kurz genau so zu denken. Dabei verschließt sie sich keineswegs vor Problemen. Jedoch löst sie diese eben auf ganz eigene Art.
In unserer heutigen Welt sollte man diesen Film wohl am besten auf Rezept gegen Depressionen verschreiben. Und sich Poppy als Vorbild nehmen und mal zwischendurch etwas Ärgerliches einfach weglachen. Passend dazu: