Mamma Mia!
Es war ein Fehler. Es war ein Fehler, Mamma Mia! nicht gleich zum Filmstart zu sehen, gemeinsam mit Abba-Freaks, die in Kostümen auftauchen, bei jedem Lied mitgrölen und den Kinosaal in 70er Feeling und Partystimmung versetzen. Dann hätte dieser Film wohl gänzlich anders gewirkt.
Und es war ein Fehler der Regisseurin Phyllida Lloyd, das Bühnenstück einfach abzufilmen ohne auf das Medium Film Rücksicht zu nehmen. Ich habe das Musical noch nie gesehen, aber die Kulissen, die Einstellungen, die überdramatischen Gestiken der Darsteller und Darstellerinnen schreien einem regelrecht Bühne ins Gesicht.
Tja, die Geschichte selbst gibt ja nicht sonderlich viel her, die Arrangements der Lieder sind zum Teil grausam und Pierce Brosnan sollte man einfach nicht schreien (er nennt es „singen”) lassen. Aber dann ist da Meryl Streep und OMG, was kann diese Frau nicht? Sie spielt ihre Kollegen und Kolleginnen nicht nur an die Wand (vor allem wieder Pierce, es tut mir leid, er wäre ja ein sympathischer Junge), nein, sie donnert sie regelrecht an die nächste Ziegelmauer der entzückenden, griechischen Kulisse. Sie ist definitiv der Grund für den zweiten Stern. Und den Dritten verdiente der Abspann! Mamma Mia!
Tja, was soll ich sagen? Wenn man kein Abba-Fan ist, bleibt bei diesem Film nicht viel übrig. Außer vielleicht eine (wie immer) wirklich sehenswerte Meryl Streep, die vor Energie nur so strotzt. Das war’s dann aber auch schon.
Und erklärt mir mal bitte, warum man drei zwar grundsympathische, aber gesanglich ziemlich unterentwickelte Schauspieler für die männlichen Hauptrollen eines musischen Films castet? Es mangelt ja wirklich nicht an ebenso sympathischen Akteuren, die obendrein auch noch singen können! Die werten Herren hatten zwar sicher alle ihren Spaß dabei, meinen beleidigten Ohren ist das aber ziemlich egal.
Ich frage mich nur, wie lange es dauert, bis wir Boney Ms Daddy Cool als Fortsetzung präsentiert bekommen…






Quantum of Solace fängt fulminant an und stellt dabei sogar die rasante Anfangssequenz von Casino Royale in den Schatten, was wirklich keine leichte Aufgabe gewesen sein kann. Das schöne an diesem Film ist, dass er dieses Tempo nahezu über den gesamten Film hält und es nur ein paar Mal zum Luftholen drosselt.
Frankly, I´ve been blown away! Das hat natürlich auch mit gewissen Erwartungen zu tun, denn ich bin bestimmt nicht der weltgrößte Bond-Fan und so gerne ich die Reihe als Kind mit der gesamten Familie gesehen habe, so wenig interessierten mich später zum Beispiel die Filme mit dem glatten Herrn Brosnan.