…und natürlich habe ich mir traditionsgemäß die Nacht um die Ohren geschlagen um das Event live mitzukriegen. Event ist nun aber definitiv übertrieben. Es gab bis auf eine Ausnahme (Departures und nicht Waltz with Bashir gewann bester ausländischer Film) keine wirklichen Überraschungen bei der Vergabe, Hugh Jackman war halbwegs passabel als Moderator, auch wenn ich nun so absolut nicht auf Musicals abtanze und mir daher in diesen Momenten Herrn Stewart wieder auf die Bühne gebeten hätte. Demenstprechend mühsam fand ich vor allem die Hommage ans Musical in Kombination mit Beyonce und den Piepsestimmchen der Jungstars aus High School Musical 1 bis 487 und Mamma Mia. Die Choreographie dazu von Herrn Australia (Baz Luhrmann) war eher ruppig und abrupt – wie auch die einzelnen Songtitel nicht wirklich harmonisch ineinanderflossen.
Hingegen als sehr gelungene Idee empfand ich, dass bei den Schauspiel-Oscars 5 ehemalige Gewinner oder Gewinnerinnen jeweils individuell ein paar Worte an die Nominierten richteten. Erstens erhöht dies natürlich den Glamour-Faktor mal 5, zweitens macht es die Angelegenheit auch persönlicher. Nur in der Schwülstigkeit hätte sich der eine oder die andere etwas zurückhalten können. Aber naja, der ganze Abend dient ja eigentlich nur der Selbtbeweihräucherung der Branche.
Und vielleicht hätte Adrien Brody bei seinen Lobesworten sich oder seinen Redenschreiber besser vorbereiten sollen. Denn die Worte „Wenn man Richard Jenkins googelt” sind eher von trauriger Natur!
Und wenn wir schon bei traurig sind: Bei der Hommage an die Menschen aus der Filmwelt, die uns dieses Jahr verlassen haben, ist wohl auch die Regie von uns gegangen. Denn wie sonst lassen sich die seltsamen Kameraschwenks erklären, so dass man nicht mehr sehen konnte, wem hier nun eigentlich die letzte Ehre gegben wurde.
Ein paar positive Highlights des Abends möchte ich aber auch noch hervorheben: Nachdem die Übertragung des ORF letztes Jahr so katastrophal war, haben wir uns für Pro7 entschieden, die es diese Jahr tatsächlich geschafft haben, rechtzeitig aus der Werbung zurücktzuschalten! Meine herzliche Gratulation! Hat jemand die Übertragung am ORF gesehen? Haben sie sich gebessert?
Und ich bin für eine Moderation von Tina Fey und Steve Martin im nächten Jahr – die beiden haben mir definitiv die amüsantesten Minuten der Verleihung geboten. Wenn man von Kate Winslets Vaters Pfeifen absieht.
Alle Nominierten und Gewinner sowie Gewinnerinen findet ihr hier.













Diese Serie hätte ich beinahe übersehen, doch dank meiner beharrlichen Mitschreiberin gehört sie mittlerweile zu meinen Favoriten.


