Alle Beiträge vom Juni 2009

30.06.09

Transformers: Revenge of the Fallen (2009)

Er sagt: Würg!

Transformers 2Es gibt viele Gründe, warum ich mit niedrigen Erwartungen ins Kino gegangen bin und alle heißen sie Michael Bay. Der Gute hat nach den durchaus gelungenen Bad Boys und The Rock Mitte der Neunziger beschlossen, von den Zusehern seiner Filme keinerlei Intelligenz mehr abzuverlangen und kurzerhand gut gezeichnete Charaktere und Geschichten mit jeder Menge in Zeitlupe wehenden U.S.A.-Flaggen inmitten vieler Explosionen auszutauschen. Das reicht offenbar, um Rekorde an der Kinokasse zu brechen, so auch mit Transformers 2.

Eine absolut öde Story (wiedermal der Eine, dessen heldenhafter Weg eh schon immer vorbestimmt war) mit platten Dialogen machen Platz für eine natürlich sehr gelungene Optik, die aber nach der xten Schlacht bei einer Filmlänge von 2 1/2 Stunden ziemlich schnell sehr langweilig wird.

Michael Bay hat auch vom Kollegen George Lucas nichts gelernt, hat er doch gleich zwei Jar Jar Binks in Form von vertrottelten, proletoiden Hobbit-Autos in den Film gesteckt.

Ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals sagen würde, aber das einzig halbwegs sehenswerte an diesem Film war Shia LeBeouf, der seit dem ersten Transformers schauspielerisch doch einiges dazugelernt hat. Im Gegensatz zu der schon so sehr unspannenden Megan Fox, deren einzige Aufgabe es war, in knappen Jeans ihre paar Zeilen mit geschürzten Lippen zu hauchen. Das freut wohl vor allem den pubertären Zuseher.

Mein Urteil: Für einen genießbaren Actionfilm zu blöd, für hirnloses Popcorn-Kino zu lang.

Und noch ein Wort zum neuen IMAX-Saal im Apollokino in Wien: Offenbar reicht es, wenn ich meine Leinwand ein bisschen aufblase um mich IMAX nennen zu dürfen. Die Leinwandgröße kommt aber leider nicht an das Original heran. Wirklich nett war aber, dass der Ton so laut war, dass die Kinosessel wackelten, sobald es irgendwo gekracht hat. Das hat Spaß gemacht und mich daran gehindert den Saal frühzeitig zu verlassen.

Sie sagt: Nicht gesehen...
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29.06.09

State of Play (2009)

Er sagt: Gut

State Of Play PosterSolides Handwerk. Als solches würde ich State of Play bezeichnen. Nicht herausragend, aber auch nicht schlecht.

Dieses Remake der BBC Miniserie aus 2003 bietet im Prinzip alles, was ein Thriller haben muss: Eine halbwegs dichte Story, ein paar Plot-Twists, Spannung und eine gute Besetzung. Während die Plot-Twists für geübte KinogängerInnen nicht unbedingt unvorhersehbar waren, kann sich die Cast wirklich sehen lassen: Russell Crowe, Ben Affleck, Helen Mirren, Jason Bateman, Jeff Daniels, Robin Wright Penn und sogar die mir sonst eher unsympathische Rachel McAdams werten diesen Film ungemein auf. Sehr amüsant sind die Szenen, wo Crowe und Mirren gemeinsam zu sehen sind.

Dennoch kann der Film Genrekollegen wie zum Beispiel Michael Clayton nicht das Wasser reichen, obwohl dessen Autor und Regisseur Tony Gilroy ebenfalls am Drehbuch von State of Play mitgearbeitet hat.

Einzig lächerlich war der eingestreute Handlungsstrang „Online versus Print”, der in folgendem Zitat gipfelte:

„When people read this story, they should have newsprint on their hands.”

Man kann nur vermuten, dass hier Zeitungsverlage unter den Geldgebern waren, denn sonst glaube ich nicht, dass sich so eine dumme Aussage in die sonst guten Dialoge gemischt hätte.

Leider kenne ich die BBC Serie nicht, hat sie wer gesehen und kann beide vergleichen?

Sie sagt: Gut

State of PlayCal McAffrey alias Russell Crowe ist Typus Journalist “alter Hase” wie er im Lehrbuch für DrehbuchautorInnen steht. Kein Polizist, keine Gerichtsmedizinerin, den oder die er nicht kennt und welche ihn zuverlässig mit Informationen versorgen. Auftritt Della Frye alias Rachel McAdams: Der junge Hüpfer, noch dazu nicht dem einzig wahren, ehrwürdigen Print-Journalismus verschrieben, sondern schnöde Bloggerin. Dennoch arbeitet gerade jene an einer Story über ein Skandälchen in der Washingtoner Politik, die zu einer wahren Lawine an Intrigen und Morden anwächst und nun natürlich der Mithilfe des alten Rammlers bedarf.

Doch genug der Nagerkunde. Herausgekommen ist ein recht ordentlicher Thriller, der zugegebenermaßen nicht allzu überrascht. Eher freut man sich und fühlt sich bestätigt, den nächsten Twist jeweils im Vorhinein zu erahnen.

Wirklich funkeln tut jedoch die Besetzungsliste – selbst kleine Nebenrollen sind hochkarätig besetzt und Helen Mirren bei der Arbeit zu zusehen erfreut einfach immer das Auge. Und bei ihr auch die anglophilen Ohren. Apropos: Herr Crowe hätte in diesem Film übrigens einen Iren geben sollen, aber abgesehen von seinem präsentierten Musik- und Getränkegeschmack, lässt sich dies am Dialekt jedenfall nicht ausmachen.

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27.06.09

E.T.A. (2008)

Marvin hat den langweiligsten Job aller Zeiten. Aber nicht alles ist so, wie es scheint.

Dieser sehenswerte Science-Fiction Kurzfilm hat 2008 den ersten Platz beim Breakpoint Wettbewerb und den „Best Talent Film”-Preis beim dänischen Aarhus Film Festival gewonnen. Zurecht, wie ich finde. Weitere Informationen und auch Filmchen findet ihr auf der Website der Produzenten.

(Via Seitvertreib)

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