Wie lässt sich Kino noch einzigartiger gestalten – wie kann man das visuell Erlebte noch intensivieren: Nun wir haben ja bekanntlich 5 Sinne und eigentlich wurden bislang bei Filmen nur zwei angesprochen. Das Spektrum lässt sich doch bestimmt noch erweitern.

Es gab ja schon einmal Filme zum Riechen – ausgerechnet Herr John Waters vergönnte uns olifaktorische Einblicke in sein cineastisches Werk Polyester: Mittels Rubbelkarte dürfte man so gleichzeitig mit der Protagonistin Blumen, Pizza, Klebstoff, Fäkalien und vieles schöne mehr erschnüffeln.
3D lässt uns im wahrsten Sinne des Wortes noch tiefer in die Filmwelt hineinrutschen, sogenannte 4D- oder gar 5D-Kinos (diese eigenartigen Dimensionen erinnern dann bald an BH-Größen), rütteln ein bisschen an den Stühlen bei Actionsequenzen oder spritzen etwas Wasser ins Gesicht auf virtueller hoher See.

Noch einen bedeutenden Schritt weiter jedoch geht Philips Research: Hier bastelt man nämlich gerade an einer Jacke, die einem wirklich hautnah vermitteln soll, was der Star auf der Leinwand gerade empfindet.
Mit durchschnittlich 4 Kilo Lebendgewicht und 2 Quadratmeter Größe ist unsere Haut das größte, schwerste und sensibelste Organ und Sinn. Schon im Mutterleib beginnt sich dieser zu entwickeln und Berührungen haben daher eine ganz besondere Auswirkung für unsere Emotionswelt. Genau dessen sind sich die Forschenden bewusst und wollen dieses Wissen nun auch praktisch anwenden: Die „emotions vest” soll nun natürlich nicht 1:1 umsetzen, wie es sich anfühlt, wenn jemand drehbuchgerecht Schläge bezieht, sondern, wie sich der Protagonist oder die Protagonistin dabei fühlt. So produziert die Jacke beispielsweise ein Pulsieren, welches den schnelleren Herzschlag bei Aufregung simuliert. Oder auch Gänsehaut oder bei Bedarf sogar Schmetterlinge im Bauch.
via: Basic Thinking Blog