Alle Beiträge zu „Drama”

23.03.09

Forrest Gump und Kill Bill in zwei Minuten

Nach den beiden kürzlich vorgestellten Kurzfilmen dürfen diese beiden noch kürzer gefassten Werke nicht zu kurz geraten. Die University of York Filmmaking Society hat nämlich Forrest Gump und Kill Bill (Part 1 & 2) jeweils in einer Minute und nur einem Take gelungen nacherzählt. Viel Spaß!

Forrest Gump

Kill Bill (Part 1 & 2)

(via /Film)
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17.11.08

Mamma Mia!

Sie sagt: Gut

Mamma Mia!Es war ein Fehler. Es war ein Fehler, Mamma Mia! nicht gleich zum Filmstart zu sehen, gemeinsam mit Abba-Freaks, die in Kostümen auftauchen, bei jedem Lied mitgrölen und den Kinosaal in 70er Feeling und Partystimmung versetzen. Dann hätte dieser Film wohl gänzlich anders gewirkt.

Und es war ein Fehler der Regisseurin Phyllida Lloyd, das Bühnenstück einfach abzufilmen ohne auf das Medium Film Rücksicht zu nehmen. Ich habe das Musical noch nie gesehen, aber die Kulissen, die Einstellungen, die überdramatischen Gestiken der Darsteller und Darstellerinnen schreien einem regelrecht Bühne ins Gesicht.

Tja, die Geschichte selbst gibt ja nicht sonderlich viel her, die Arrangements der Lieder sind zum Teil grausam und Pierce Brosnan sollte man einfach nicht schreien (er nennt es „singen”) lassen. Aber dann ist da Meryl Streep und OMG, was kann diese Frau nicht? Sie spielt ihre Kollegen und Kolleginnen nicht nur an die Wand (vor allem wieder Pierce, es tut mir leid, er wäre ja ein sympathischer Junge), nein, sie donnert sie regelrecht an die nächste Ziegelmauer der entzückenden, griechischen Kulisse. Sie ist definitiv der Grund für den zweiten Stern. Und den Dritten verdiente der Abspann! Mamma Mia! :-)

Er sagt: Naja

Tja, was soll ich sagen? Wenn man kein Abba-Fan ist, bleibt bei diesem Film nicht viel übrig. Außer vielleicht eine (wie immer) wirklich sehenswerte Meryl Streep, die vor Energie nur so strotzt. Das war’s dann aber auch schon.

Und erklärt mir mal bitte, warum man drei zwar grundsympathische, aber gesanglich ziemlich unterentwickelte Schauspieler für die männlichen Hauptrollen eines musischen Films castet? Es mangelt ja wirklich nicht an ebenso sympathischen Akteuren, die obendrein auch noch singen können! Die werten Herren hatten zwar sicher alle ihren Spaß dabei, meinen beleidigten Ohren ist das aber ziemlich egal.

Ich frage mich nur, wie lange es dauert, bis wir Boney Ms Daddy Cool als Fortsetzung präsentiert bekommen…

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13.10.08

Son of Rambow (2007)

Sie sagt: Sehr gut

Son Of Rambow 2007Der Einfluss von brutalen Kinofilmen auf unschuldige Kinder: Besser als bei Son of Rambow könnte man dies nicht darstellen.

Angesiedelt in den frühen 80ern, erzählt der Film die Geschichte von Will (Bill Milner) und Lee (Will Poulter), zwei Elfjährige, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Lee, der Schulrebell aus reichem Hause, in dem aber außer ihm keiner ist. Will hingegen, ist schüchtern und hat zu Hause mehr Leute als ihm lieb sind, da die Familie einer erzkonservativen Glaubensbewegung angehört, die sich im Übermaß in deren Leben einmischt.

Film, Fernsehen, Musik, das alles ist Will verboten, aber per Zufall sieht er bei Lee zum ersten Mal einen Film: First Blood – Rambos erstes Abenteuer auf der großen Leinwand. Und diese Erfahrung lässt die ohnehin rege Fantasie des Jungen explodieren. Gemeinsam beginnt das ungleiche Paar diese festzuhalten und sie drehen ihren eigenen Action-Film: Son of Rambow.

Der Independent Hit auf dem letztjährigen Sundance Festival qualifiziert sich als klassisches Feel Good-Movie, eine Komödie mit dem Herz am richtigen Fleck.

Er sagt: Sehr gut

Man nehme eine Handvoll junge Außenseiter, füge die Idee einen Rambo-Film zu drehen hinzu und lasse es sich für circa eineinhalb Stunden verselbständigen. Das Ergebnis: Ein herziger, wenn auch ein bisschen naiver Film über Fantasie, Freundschaft und Familie, dem es nicht an guten Ideen mangelt. Die Protagonisten beeindrucken durch ihr schauspielerisches Können und die scheinbare Leichtigkeit, mit der sie ihre nicht sehr einfachen Rollen gemeistert haben.

Son of Rambow macht durchwegs Spaß, vor allem wenn man der ungebremsten Kreativität der Kinder zusieht, wie sie ihre Ideen, allen Widrigkeiten zum Trotz, umsetzen. Und das Ergebnis ist definitiv das bis jetzt beste Sequel des Rambo-Franchise. ;-)

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09.10.08

Caramel (2007)

Sie sagt: Sehr gut

Caramel

Wikipedia weiß: Karamell oder schweizerisch Caramel ist durch starkes, trockenes Erhitzen geschmolzener Zucker. Je nach Temperatur verfärbt er sich dabei von goldgelb bis tiefbraun und entwickelt ein typisches, mehr oder weniger herbes Röstaroma.

Was Wikipedia nicht weiß, was aber gang und gäbe ist in vielen arabischen Ländern, ist dass der geschmolzene Zucker, ähnlich dem Wachs zum Enthaaren verwendet werden kann. Wie zum Beispiel im Schönheitssalon Si Belle, dem Dreh-und Angelpunkt im libanesischen Film Caramel. Hier arbeiten die Schönheiten Layale, Nisrine sowie Rima, Jamale ist Dauergast und Rose, die alternde Schneiderin von gegenüber, vervollständigt das sympathische Frauenquintett.

Regisseurin und Hauptdarstellerin Nadine Labaki zeigt uns ein Beirut abseits des Bürgerkriegs. Bunt und farbenfroh wirkt der Alltag der verschiedenen Frauen und dennoch merkt man bald, wie hin und hergerissen zwischen dem traditionellem Wertesystem und einem modernen, westlichen Leben alle eigentlich sind. Zwar wirken die Protagonistinnen auf den ersten Blick frei und unabhängig, doch immer wieder kristallisiert sich heraus, dass sie in vielen Situationen den Erwartungen anderer entsprechen müssen.

Zum Beispiel Nisrine: Ihr Verlobter lernte sie kennen als offene und lebenslustige Frau, für seine Familie jedoch und als baldige Ehefrau hat sie sich zu verstecken. So klärt sich sehr bald die Doppeldeutigkeit des Filmtitels: Denn in diesem Zusammenhang kann Caramel süß aber auch schmerzhaft sein.

Solange dieser Film noch in unseren Kinos gezeigt wird: Geht hin, seht ihn Euch an! Er bietet ganz wunderbare, ausgelassene, rührende und sinnliche Episoden rund um Liebe, Verantwortung, Verlust und vor allem Freundschaft. Abgesehen davon auch eine der schönsten und faszinierendsten Frauen, die ich seit langem auf einer Leinwand bewundern durfte.

In seiner Heimat brach der Film alle Rekorde, wurde ins Rennen geworfen als Kandidat für den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film, war Publikumsliebling in Cannes 2007 und gewann im gleichen Jahr außerdem den Publikumspreis auf dem Filmfestival in San Sebastian.

Er sagt: Nicht gesehen...
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03.10.08

Happy-Go-Lucky (2008)

Sie sagt: Gut
Happy-Go-Lucky

Man kennt Mike Leigh, neben Ken Loach, als wohl bekanntesten Vertreter eines sozial engagierten sowie kritischen, britischen Kinos. Und so war ich doch einigermaßen erstaunt, als ich zum ersten Mal von seinem letzten Projekt (Regie und Drehbuch) las. Denn Happy-Go-Lucky ist ein absolutes Bekenntnis zu manchmal gar schamlosen Optimismus.

Der Film rankt in einer eher losen narrativen Struktur um die Erlebnisse des Energiebündels Poppy (Sally Hawkins), die mit kindlichem Enthusiasmus und unzerstörbarer guter Laune durch ihr buntes Leben tanzt.

Zuweilen löst jene unbeschwerte Art in ihrer Umwelt allerdings auch Befremden und Erstaunen aus. So wird ihr Verhalten mal als naiv oder gar als völlig verrückt abgestempelt. Und man ertappt sich dabei, ganz kurz genau so zu denken. Dabei verschließt sie sich keineswegs vor Problemen. Jedoch löst sie diese eben auf ganz eigene Art.

In unserer heutigen Welt sollte man diesen Film wohl am besten auf Rezept gegen Depressionen verschreiben. Und sich Poppy als Vorbild nehmen und mal zwischendurch etwas Ärgerliches einfach weglachen. Passend dazu: :-)

Er sagt: Nicht gesehen...
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10.09.08

Fireflies in the Garden (2008)

Sie sagt: Naja

Fireflies in the GardenScheinbar habe ich nicht viel Glück bei Sneak Previews. Oder diejenigen, die mich zur Sneak mitnehmen, haben nicht viel Glück mit mir, aber das wollen wir nun nicht vertiefen, sonst geht niemand mehr mit mir ins Kino! ;-)

Diesmal gab man also Fireflies in the Garden (deutscher Titel: Zurück im Sommer), der sich an einem düsteren Familiendrama versucht. Aber leider seine durchwegs positiv auffallende Cast mit schalem Nachgeschmack und purer Langweile hinterlässt.

Gegeben wird die Lebens- und Leidensgeschichte von Michael Waechtler (Ryan Reynolds): Als erfolgreicher Autor kehrt er nach langer Zeit in seine Heimatstadt zurück. Doch genau in diesem Moment kommt seine Mutter Lisa (Julia Roberts) bei einem Autounfall ums Leben und alte Konflikte mit seinem despotischen Vater Charles (Willem Dafoe) brechen erneut auf.

Viel zu viel jedoch wird hier nicht ausgesprochen – nicht innerhalb der Familie und auch nicht laut Drehbuch. Oder war da etwa eigentlich mehr im Script, womit irgendein Testpublikum nicht fertig wurde und schwupps wurde ein Pseudo-Happy-End drangeschummelt? Die Version, welche während der Berlinale präsentiert wurde, zählte noch 120 Minuten im Gegensatz zu der 99-minütigen Kino-Fassung. Schade, denn wenn man sich schon durch die noch vorhandenen Minuten durchgequält hat, würde man doch gerne zu einigen Andeutungen die Aufklärung bekommen. Zudem ist die plötzliche Wandlung mancher Figuren so unerklärlich und aus der Luft gegriffen, dass dies eher auf Produzentenhand und nicht Autorenhirn schließen lässt.

Die Frage ist jedoch, wäre es die andere Fassung wert gewesen, hätte sie dem Film gutgetan oder hätte es das Leiden der KinobesucherInnen nur unnötig verlängert?

Wer sich prinzipiell für ähnliche Thematiken interessiert, dem sei Thomas Vinterbergs Das Fest ans Herz gelegt. Man wünscht sich nur einen Hauch der Bissigkeit und Präzision des dänischen Dogma-Meisterwerks auch in Fireflies in the Garden entdeckt zu haben. Vergeblich.

Er sagt: Naja

99 Minuten einer Familie zuzusehen, die es nicht und nicht schafft, ihre wirklich zahlreichen Probleme direkt anzusprechen, sondern immer nur um den heißen Brei herumredet, ist wahrlich eine Qual. Schön ist aber, dass all diese Differenzen wie von Geisterhand in jeweils fünf Minuten aufgelöst werden. Insofern wäre Fireflies in the Garden wohl eher in das Fantasy-Genre einzustufen.

Bei diesem Film müssen wirklich essenzielle Handlungsstränge dem Schnitt zum Opfer gefallen sein, denn so erscheinen einige Szenen, Charakterwandlungen und vor allem das Ende ziemlich aus der Luft gegriffen. Ich bin immer ein Freund von Filmen, die nicht alles für die dümmsten aller Zuschauer bis ins Detail erklären, aber wenn ausschließlich halbe Informationen geliefert werden, so dass man sich eigentlich kein Bild von der tatsächlichen Situation machen kann, wird das recht schnell ziemlich fad. Oder bin gar ich der dümmste aller Zuschauer? Zumindest einer der gelangweiltesten.

Der Film wird abwechselnd in zwei verschiedenen Zeitabschnitten erzählt, einmal zeigt er Michael als Kind und dann als Erwachsener, also müssen hier fast 20 Jahre dazwischen liegen. Sehr merkwürdig fand ich jedoch, dass in dieser Zeit der Charakter von Hayden Panettiere zu einer Emily Watson altert, während die Zeit an Julia Roberts und Willem Dafoe nahezu spurlos vorübergegangen ist.

Aus meiner Sicht war dieser Film eindeutig ein „Würg!”-Kandidat und wurde vor dieser Wertung einzig und allein von dem mir sehr sympathischen Ryan Reynolds gerettet.

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07.08.08

Paris (2008)

Sie sagt: Naja

ParisEine Hommage an Paris, ein Episodenfilm, eine talentierte Schauspielriege (darunter Juliette Binoche) – da sollte doch in Cédric Klapischs Film Paris (deutscher Titel: So ist Paris) nichts mehr schief gehen können. Aber es ist einem egal, dass ein Kind geboren wird, eine Frau stirbt und sogar, dass die Hauptrolle (Romain Duris) einem ungewissen Ende entgegen fährt, lässt einen seltsam kalt. Und das ist wohl das Schlimmste, was einem Film, der uns die Menschen und Schicksale einer Stadt näherbringen will, passieren kann.

Manchmal fühlt man sich eher peinlich berührt, wenn eine geplante Liebesnacht ohne Gefühle Protagonist und Protagonistin unangenehm ist oder wenn sich ein alter Universitätsprofessor im Liebestaumel für seine jugendliche Studentin lächerlich macht, windet man sich sogar im Kinosessel.

Vielleicht sind die Episoden doch zu streiflichtartig und können den Figuren so nicht genug Tiefe verleihen. Vielleicht wollte der Regisseur auch zuviel in einen Film verpacken. Aber Klapisch gelang dies zuvor schon so wunderbar und entzückend mit seinem Spielfilmdebüt Chacun cherche son chat (Und jeder sucht sein Kätzchen). Möge er wieder zu seiner alten Form zurückfinden, damit die Liebe, die er in all seinen Facetten beschreiben will, auch auf das Publikum überspringt.

Er sagt: Gut

Pierre darf dank eines akuten Herzleidens nicht mehr tanzen und verbringt die Wartezeit auf die Transplantation damit, andere Menschen vom Fenster oder Balkon aus zu beobachten. Und schon begleiten wir diese Menschen ebenfalls auf ihren Wegen durch den Wirrwarr aus Leben, Liebe und Tod.

Manche Charaktere sind einem näher als andere, manche Episoden sind interessanter als andere. Herausragend sind sie aber alle nicht und werden teilweise nur von der schauspielerischen Leistung der Protagonisten durchgetragen.

Ich wünschte, ich könnte hier eine Bewertung zwischen „Naja“ und „Gut” angeben, denn diese wäre hier meiner Meinung nach angebracht. Ich werde aber in diesem Fall im Zweifel für den Angeklagten walten und ein „Gut” geben, da ich nach dem Kinobesuch nicht das Gefühl hatte gelangweilt worden zu sein geschweige denn mein Geld verschwendet zu haben.

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06.08.08

Californication (Season 1)

Sie sagt: Genial!

CalifornicationDer Titel Californication ist ein Portmanteau, also ein Wort, das die Aussprache und die Bedeutung zweier anderer Wörter kombiniert, in diesem Fall den US-Bundesstaats California und das englische Wort für Unzucht: Fornication.

Und hallo, Unzucht wird in dieser TV-Serie betrieben: Herr Duchovny würde seine – meiner Meinung nach – bisher beste Arbeit seinen eigenen Sprösslingen wohl erst in einigen Jahren präsentieren. Aber diese Unanständigkeiten sind verpackt mit soviel intelligentem Humor, Zynismus und Einfallsreichtum, dass es eine wahre Freude ist. Überhaupt ist die Mischung zwischen Bösartigkeit, tiefer Menschlichkeit und selbstverständlicher Herzlichkeit so wunderbar und fein abgestimmt, wie aus dem Lehrbuch des Bocuse der Fernsehunterhaltung.

Californication schafft es zudem eine exzellente Riege an Darstellern und Darstellerinnen zu vereinen, der es auch nicht an der Lust zu spielen mangelt. Allen voran David Duchovny, der sich vom glatten Fox Mulder endgültig verabschiedet und das sarkastische Herz der Serie bildet in Form von Hank Moody: Einstmals vielgefeierter Autor, nun seiner großen Liebe nachtrauernder, saufender Vater einer reinkarnierten Emily the Strange, der in fast jeder Folge eine andere Dame beglücken darf. Die Auszeichnung mit dem Golden Globe für seine hier dargebotene Leistung ist mehr als verdient. Ach ja – ich habe ja damals zu Akte X-Zeiten nie verstanden, warum ihn manche Leute attraktiv fanden. Ich kann das jetzt überaus gut nachvollziehen! ;-)

Bei der Cast irritierend ist vielleicht auf den ersten Blick ein Wiedersehen mit Madeline Zima, der jüngsten Serientochter aus der Nanny, die nun durchaus – sagen wir mal – erwachsen geworden ist.

Abschließend kann ich nur sagen, ein Glück, dass Californication bereits als DVD erhältlich ist, denn ich möchte nicht wissen, was die Synchronisation diesem Wunderwerk an Wortwitz antut!

Er sagt: Genial!

Hank Moody, ein Mann der alles hatte und irgendwo, irgendwann wieder verlor. Und an allem ist angeblich die Stadt der Engel schuld, in New York war jedenfalls noch alles besser. Statt im Erfolg wird jetzt „in a sea of pointless pussy” gebadet, gemixt mit der einen oder anderen Droge. Dabei ist er ein aufrichtig liebender und fürsorglicher Vater, der – wie von meiner werten Co-Autorin bereits erwähnt – in der getrennt lebenden Mutter (Natascha McElhone) seiner Tocher nach wie vor die Liebe seines Lebens sieht. Hank Moody versucht, die Scherben seines Lebens wieder aufzuklauben und wir dürfen ihm dabei zusehen.

David Duchovny hat offenbar endlich die Rolle gefunden, die ihm auf den Leib geschrieben wurde. Das dürfte der Gute auch sehr früh erkannt haben, immerhin ist er ebenfalls Produzent der Serie. Und schon die allererste Szene gibt bereits den scharfen Ton für die gesamte Staffel vor. Stichwort Kirche, Nonne und ein gewisses Jobangebot (siehe Trailer). ;-)

Es ist sehr erfrischend, wieder einmal eine Serie zu sehen, die nicht für Kinder zurechtgeschnitten wird sondern roh und unverblümt das Leben widerspiegelt. Gut, zumindest Hank Moodys Leben. Und es ist wirklich eine wahre Freude, dieses Leben beobachten zu können. Nur allzu prüde darf man dafür nicht sein.

Hoffentlich machen es die Schreiberlinge dieser wunderbaren Serie Hank Moody nicht nach und verlieren nicht ihren Drive in der zweiten Staffel, die diesen Herbst ins U.S.-Fernsehen kommt.

In Österreich kann man Californication ab 5. September 2008 im ORF genießen, in Deutschland ab „Herbst 2008” auf RTL2 und in der Schweiz läuft die Serie bereits seit 10. Juli 2008 auf SF zwei. Hoffentlich jeweils im Zweikanalton!

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