Alle Beiträge zu „Horror”

11.12.09

Zombieland (2009)

Er sagt: Sehr gut

ZombielandEin Antiheld, ein Überheld und ein findiges Schwesternpaar versuchen im hauptsächlich von Untoten bewohnten Land zu überleben und ihre (blutverschmierten) Wege zu gehen. Genau diese Mischung verschiedener Figuren macht den Spaß dieses Films aus, natürlich neben der gerecht über die knapp 90 Minuten verteilten Menge an Gedärm. ;-)

Der Antiheld hat sich sorgfältig jede Mengen Regeln zurecht gelegt, die der Zuseher nach und nach vermittelt bekommt und mit deren Hilfe brenzlige Zombie-Situationen bereinigt werden können. Der Überheld ballert mit einer gewissen Selbstverliebtheit sämtlichen Ungestorbenen den Kopf von den Schultern, getrieben durch die Suche nach dem letzten Twinkie dieser Welt. Und mittendrin setzen die Schwestern ihre ganz eigenen Methoden ein, um nicht im Zombiemeer unterzugehen.

Der Film wirkt ein bisschen wie „Juno meets Dawn of the Dead”, ein Zombiespaß für die ganze, nicht zartbesaitete Familie! An das brilliante Vorbild Shaun of the Dead kommt er nicht heran, ist aber sicherlich einer der lustigsten Versuche, nicht zuletzt durch einen Gastauftritt von Bill Murray.

Sie sagt: Nicht gesehen...
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01.07.09

Shutter (2004)

Er sagt: Sehr gut

Shutter PosterNach langer Zeit sind wir nun endlich dazu gekommen, die thailändische Originalversion von Shutter anzusehen. Und ich muss sagen: Absolut kein Vergleich zu dem erbärmlichen Hollywood-Remake: Das Original ist um Welten besser! Schade, dass ich es nicht zuerst gesehen habe.

Bei diesem Film kam im Gegensatz zur Neuauflage eine sehr genial schaurige, nahezu beklemmende Stimmung auf. Daran konnten auch die bereits vorhandenen Kenntnisse über Geschichte und Ende des Films nichts änderen, da hier beides einfach besser in Szene gesetzt wurde, bis hin zu wesentlich wirkungsvolleren Schockeffekten.

Besonders beeindruckend sind auch die Aufnahmen der Umgebung, die ein sehr tristes Bild vom sonst sehr farbenfrohen Thailand zeigen, was natürlich sehr zum Ambiente beiträgt.

Ich werde jedenfalls die beiden Regisseure Banjong Pisanthanakun und Parkpoom Wongpoom aufgrund dieses Debuts näher im Auge behalten.

Sie sagt: Sehr gut

Wie soll ich einen Film beurteilen, wo ich mir die Hälfte der Laufzeit verzweifelt die Finger vors Gesicht gehalten habe? Bei einem Horrorfilm ist das dann aber wohl ein absolutes Kompliment an die Filmschaffenden und dafür gibts Höchstnoten! ;-)

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21.11.08

Shutter (2008)

Er sagt: Würg!

Shutter 2008Wenn jemand während der Vorführung eines Filmes die ganze Zeit Homer Simpsons „Booooring!” im Kopf hat, kann wohl was nicht stimmen. Mit dem Film, meine ich jetzt, nicht mit dem Kopf. Exakt so ist es mir bei Shutter gegangen. Der Film ist von Anfang bis Ende in jeder Hinsicht unaufregend. Es wird kaum Spannung aufgebaut, es gibt eigentlich keine würdigen Schockeffekte und die große Auflösung kommt auch nicht als Überraschung daher.

Da kann noch so oft erwähnt werden, dass die gleichen ausführenden Produzenten auch The Ring und The Grudge unter ihre Fittiche genommen haben, die ja beide jeweils sowohl im Original (Ringu und Ju-on) als auch als Hollywood-Remake durchaus sehenswert sind: Shutter kommt nicht im Geringsten an sie heran.

Wobei ich zugeben muss, in diesem Fall den Originalfilm nicht zu kennen und daher nicht sagen kann, ob dieses Remake nun wider Erwarten eine Verbesserung oder gar eine Verschlechterung darstellt. Kann hier vielleicht jemand aushelfen?

Sie sagt: Würg!

Normalerweise mache ich einen großen Bogen um Horrorfilme. Aber manchmal merke eben auch ich, dass Menschen Herdentiere sind. Meine Abneigung gegen gewollt Schreckliches auf Celluloid lässt sich insofern begründen, dass ich mich wahrscheinlich selbst beim König der Löwen ein bisschen gefürchtet habe. Jaja, ich weiß, Beileidsbekundungen und Therapievorschläge bitte immer nur mittwochs zwischen 15:00 und 15:30 Uhr. Danke.

Bei Shutter jedoch war sogar MIR fad und somit gilt dies ja wohl als Themenverfehlung. Absetzen, Nicht genügend.

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20.11.08

Doomsday (2008)

Er sagt: Naja

Doomsday 2008 Man nehme reichlich Escape from New York sowie eine Portion Mad Max , streue eine Prise 28 Days later darüber und besetze die Hauptrolle mit einer feschen Britin (Rhona Mitra ). Voilà: Schon hat man seinen Doomsday . Und ich nenne hier nur ein paar der unzähligen „Inspirationen” zu diesem Film, sogar die Augenklape von Snake Plissken ist mit dabei.

Die einen nennen es eine Hommage an die Actionfilme der letzten drei Dekaden, ich nenne es eher Einfallslosigkeit, denn dem Film mangelt es neben der zahlreichen optischen Zitate an eigenen Ideen. Von Logik ganz zu schweigen.

Um eine unkontrollierbare Seuche einzudämmen, wird Schottland eingemauert und die restlichen Überlebenden ihrem Schicksal überlassen. 30 Jahre später bricht die Krankheit in London wieder aus und man schickt ein Team an Elite-Soldaten zu den abgeschotteten Schotten (sorry, das musste sein), von denen man sich ein Heilmittel verspricht, da man einige Überlebende innerhalb der Mauer gesichtet hat.

Was stark und stimmungsvoll beginnt, driftet sehr schnell ins Dumme und auch Lächerliche ab. Wenn jemandem für einen gelungenen Filmabend nur eine sexy Hauptdarstellerin in blutrünstigen Actionszenen reichen, der wird bei Doomsday auf seine Kosten kommen. Wer sich allerdings – wie ich – etwas mehr Endzeit-Stimmung und eine bessere Geschichte dahinter erwartet, wird eher enttäuscht werden.

Sie sagt: Nicht gesehen...

Eine bewusste Entscheidung: Mir hat der Trailer schon gereicht! ;-)

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