Alle Beiträge zu „Sie: Würg!”

21.11.08

Shutter (2008)

Er sagt: Würg!

Shutter 2008Wenn jemand während der Vorführung eines Filmes die ganze Zeit Homer Simpsons „Booooring!” im Kopf hat, kann wohl was nicht stimmen. Mit dem Film, meine ich jetzt, nicht mit dem Kopf. Exakt so ist es mir bei Shutter gegangen. Der Film ist von Anfang bis Ende in jeder Hinsicht unaufregend. Es wird kaum Spannung aufgebaut, es gibt eigentlich keine würdigen Schockeffekte und die große Auflösung kommt auch nicht als Überraschung daher.

Da kann noch so oft erwähnt werden, dass die gleichen ausführenden Produzenten auch The Ring und The Grudge unter ihre Fittiche genommen haben, die ja beide jeweils sowohl im Original (Ringu und Ju-on) als auch als Hollywood-Remake durchaus sehenswert sind: Shutter kommt nicht im Geringsten an sie heran.

Wobei ich zugeben muss, in diesem Fall den Originalfilm nicht zu kennen und daher nicht sagen kann, ob dieses Remake nun wider Erwarten eine Verbesserung oder gar eine Verschlechterung darstellt. Kann hier vielleicht jemand aushelfen?

Sie sagt: Würg!

Normalerweise mache ich einen großen Bogen um Horrorfilme. Aber manchmal merke eben auch ich, dass Menschen Herdentiere sind. Meine Abneigung gegen gewollt Schreckliches auf Celluloid lässt sich insofern begründen, dass ich mich wahrscheinlich selbst beim König der Löwen ein bisschen gefürchtet habe. Jaja, ich weiß, Beileidsbekundungen und Therapievorschläge bitte immer nur mittwochs zwischen 15:00 und 15:30 Uhr. Danke.

Bei Shutter jedoch war sogar MIR fad und somit gilt dies ja wohl als Themenverfehlung. Absetzen, Nicht genügend.

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08.09.08

Wanted (2008)

Sie sagt: Würg!

Wanted 2008Meine Antipathie für Wanted steigerte sich eigentlich mit jeder Minute, die ich unruhig im Kinosessel hin- und herruckelte. Zwar bietet der Film optisch einiges – und ich spreche jetzt nicht von Angelina Jolies blanker Rückansicht oder James McAvoys Versuch eines durchtrainierten Körpers. Aber in meinem Magen drehte sich bei der Grundaussage des Machwerks einfach alles um: Manchmal muss man eben morden, um die Stabilität in der Welt zu erhalten – nach dem Motto: „Kill one, save thousands”.

Kurz zum Inhalt: Wesley Gibson (McAvoy), ein vielpropagierter Niemand, wird von Fox (Jolie) in eine seltsame Bruderschaft von Auftragskillern eingeführt, zu der auch sein Vater gehörte, um genau diesen zu rächen.

Dabei ist er unglaublich leichtgläubig und hinterfragt nie deren Motive. Theoretisch könnte das irgendwer sein, der ihm da eine Waffe in die Hand drückt und befiehlt auf einen ihm unbekannten Menschen zu schießen. Auch die Art und Weise seines Trainings, welches an Brutalität und Sinnlosigkeit ihresgleichen sucht, wird mehr oder weniger hingenommen und schließlich sogar zelebriert.

Die Möglichkeit einer freien Wahl wird ausgeschlossen und durch pseudopsychologische Erklärungsversuche ersetzt. Es gilt bedingungslose und absolute Aufopferung – nur das Wofür wird nie wirklich dargelegt.

Er sagt: Naja

Wenn mir ein Film gefallen soll, ist ein wichtiger Faktor die Sympathie zu oder zumindest eine annähernde Identifikation mit mindestens einem Charakter darin. Da hatte Wanted aus meiner Sicht nicht allzuviel zu bieten.

Da wäre zum Beispiel Wesley, der unterwürfige, gutgläubige Otto Normalloser, der plötzlich den Sinn des Lebens durch die Pistole in der Hand entdeckt, die ihn endlich zu etwas Besonderen macht. Oder eher Sloan, gespielt vom sonst so sympathischen Morgan Freeman, der als Anführer der geheimen Mördersekte hauptsächlich pseudobedeutungsschwangere, heiße Luft von sich gibt? Zuletzt wäre da noch Fox, deren Mundwinkel nur dann nach oben zeigen, wenn jemand das Zeitliche segnet oder zumindest kurz davor ist. Hmmm, nein, nichts für mich dabei, vielleicht war ich aber auch nur von Angelina Jolies viel zu dürren Oberärmchen abgelenkt.

Aber lassen wir mal das eher schwache Skript beiseite, ein guter und unterhaltsamer Actionfilm braucht ja kein oscarreifes Drehbuch, wie es zum Beispiel Live Free or Die Hard bewiesen hat. An innovativen Actionsequenzen (und auch Todesarten) mangelt es in Wanted ja auch nicht.

Irgendwie komme ich einfach mit der Regie von Timur Bekmambetov nicht ganz zurecht, ohne jetzt konkret beschreiben zu können, woran das liegt. Bei  Ночной дозор (Nightwatch: Nochnoy dozor) ging es mir ähnlich, auch wenn mir der um einiges besser gefallen hat, als dieser Ausflug nach Hollywood.

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